Ernannt

Dompropst gibt Freitag beim Mittagsgebet im Mariendom bekannt, wer neuer Bischof von Erfurt wird

Wappen des Bistums ErfurtErfurt (BiP). Seit fast zwei Jahren warten die Thüringer Katholiken auf einen neuen Bischof. Jetzt hat das Warten ein Ende.

Papst Franziskus hat einen neuen Bischof für Erfurt ernannt. Dompropst Gregor Arndt wird am Freitag, 19. September um 12 Uhr beim Mittagsgebet im Erfurter Dom bekannt geben, wer Nachfolger von Bischof Joachim Wanke wird, dem ersten Bischof des 1994 neugegründeten Bistums. Zeitgleich veröffentlichen der Heilige Stuhl im Vatikan und die Pressestelle des Bistums Erfurt den Namen des designierten Bischofs. Zu seinem eigenen Bedauern ist es diesem nicht möglich, an der Erfurter Bistumswallfahrt am darauffolgenden Sonntag teilzunehmen. Doch spätestens am Tag der Amtseinführung, deren Termin ebenfalls beim Mittagsgebet genannt wird, gibt es Gelegenheit, den Bischof näher kennenzulernen. Feierlich wird es aber schon nach der Bekanntgabe seines Namens: Um 12.15 Uhr werden die große Domglocke Gloriosa und alle Glocken katholischer Kirchen im Bistum Erfurt läuten: Wir haben einen neuen Bischof.


Stichwort: Bischofsernennung

Im Bistum Erfurt erfolgt die Ernennung eines neuen Bischofs entsprechend Artikel 6 des so genannten "Preußischen Konkordates", ein Vertrag, den der Freistaat Preußen mit dem Heiligen Stuhl am 14. Juni 1929 geschlossen hat und auf dessen Regelungen auch der Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Thüringen über die Errichtung des Bistums Erfurt vom 14. Juni 1994 sowie der Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Thüringen vom 18. Juli 1997 Bezug nehmen.

Vor der Ernennung des Erfurter Bischofs, dessen Name jetzt am Freitag öffentlich wird, sind im Vatikan Vorschläge für geeignete Kandidaten gesammelt worden. Vorschlagsberechtigt sind das Erfurter Domkapitel, der Apostolische Nuntius, der Botschafter des Papstes in Deutschland und alle Bischöfe, deren Bistümer ebenfalls den Regelungen des Preußischen Konkordates unterliegen. Der Nuntius hat alle Kandidatenvorschläge nach Rom weitergeleitet, wo die vatikanischen Behörden unter "Würdigung der Listen", d.h. ohne an die Vorschläge gebunden zu sein, eine Dreierliste erstellt haben, die dem Papst vorgelegt und ggf. noch von ihm abgeändert worden ist.

Aus der endgültigen Dreierliste hat das Erfurter Domkapitel in geheimer Wahl den neuen Bischof gewählt und der Thüringer Landesregierung angezeigt, ob etwaige allgemeinpolitische Einwände gegen den Gewählten bestehen. Dann stand der Ernennung des neuen Bischofs durch den Papst nichts mehr im Weg, wie man an diesem Freitag im Dom erfahren kann.


18.9.2014



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