Ihr seid zur Freiheit berufen

35. Thüringer Kolping-Wallfahrt erinnerte an den Mauerfall


Jugendliche im Gottesdienst mit Buchstabenschildern: Eine Brücke lasst uns bauen


Der 25.Wiederkehr des Mauerfalles und der friedlichen Revolution wurde am Sonntag (7.9.) in Worbis bei der traditionellen Thüringer Kolpingwallfahrt gedacht. So feierten die 22 Kolpingsfamilien des Bistums gemeinsam mit Gästen aus den Diözesen Aachen und Fulda in der Antoniuskirche einen Festgottesdienst, in dem der Würzburger Diözesanpräses Stephan Hartmann das Wallfahrtsthema "Ihr seid zur Freiheit berufen" aufgriff.

Der Prediger unterstrich, dass dieses Schriftwort vor allem im Osten seit jenen Tagen eine ganz neue Wirklichkeit habe. Es sei nicht nur biblische Aussage, sondern eine neue Erfahrung über die wir uns freuen und mit der wir aber verantwortungsvoll umgehen müssen. Auch der Gesellenvater Adolph Kolping habe einst jungen Leute geholfen, in Freiheit das eigene Leben zu gestalten, nicht ungebunden, sondern immer in Verantwortung vor Gott und der Welt. "Zur Freiheit berufen ist das Geschenk Gottes an uns", sagte Hartmann zusammenfassend.

In der Abschlussandacht  informierten Jungen und Mädchen aus 14 Eichsfelder Orten über ihre traditionellen Kolping-Kindertage in Heiligenstadt, die diesmal unter dem Motto "Eine Brücke laßt uns bauen" standen und bei denen u.a. über Toleranz nachgedacht wurde. Besonders einsdrucksvoll war für die Kinder ein Besuch im Grenzdurchgangslager Friedland, wo sie mit syrischen  Flüchtlingskindern in Kontakt kamen und so aktuelle Nöte unserer Tage hautnah kennen lernten.

Den Gottesdienst zur 35. Thüringer Kolping-Wallfahrt hatte Stadtdechant Engelbert Dietrich in Konzelebration mit dem Würzburger Gast sowie den Präsides Peter Matheis (Erfurt) und Heinz Kowallik (Duderstadt) gefeiert. Zur Gestaltung der Wallfahrt trugen der Bickenrieder Chor sowie die Kolpingsfamilien Kirchgandern und Worbis bei.

Bei einem großen Familientag in Gerstungen wollen die Thüringer Kolpingsfamilien Ende Oktober noch einmal in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Grenze anläßlich des 50jährigen Bestehens der dortigen Kolpingsfamilie noch einmal ihrer Freude über die wieder gewonnene deutsche Einheit Ausdruck verleihen, für die sich nicht zuletzt das Kolpingwerk unermüdlich eingesetzt hat.

Michael Meinung


Quelle: Pressemitteilung des Kolping-Diözesanverbandes Erfurt. Den Inhalt verantwortet der Absender.


11.9.2014



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