Neueste Entwicklung und Herausforderungen der Spätaussiedlerzuwanderung

Bundesbeauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, mit Beauftragtem der DBK für Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge, Weihbischof Reinhard Hauke im Gespräch


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Hartmut Koschyk MdB, Weihbischof Reinhard Hauke, Ordinariatsrat Winfried Weinrich

Erfurt/Berlin. Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, ist mit dem Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz für Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge, dem Weihbischof und derzeitigem Diözesanadministrator im Bistum Erfurt, Dr. Reinhard Hauke zu einem Gespräch zusammengetroffen, an dem auch der Leiter des Katholischen Büros in Erfurt Ordinariatsrat Winfried Weinrich teilnahm.

Bundesbeauftragter Koschyk informierte den Weihbischof über neueste Entwicklung der Spätaussiedlerzuwanderung seit der Novellierung des Bundesvertriebenengesetzes im Herbst 2013. Während im Jahr 2013 insgesamt 2.429 Spätaussiedler und deren Familienangehörige aufgenommen wurden, wurde diese Zahl allein im ersten Halbjahr 2014 mit 2.310 Personen fast erreicht. Für das gesamte Jahr 2014 wird mit einem Zuzug von ca. 4.600 Spätaussiedlern gerechnet. Diese Erhöhung ist unter anderem auf eine erleichterte Familienzusammenführung zurückzuführen, für die sich in den letzten Jahren Weihbischof Hauke immer wieder eingesetzt hatte.

Bundesbeauftragter Koschyk und Weihbischof Hauke stimmen beide in der Auffassung überein, dass diesen steigenden Antrags- und Zuzugszahlen spätestens ab 2015 im Bundeshaushalt durch mehr Haushaltsmittel Rechnung getragen werden muss, sowohl für die Gewährleistung eines zügigen Aufnahmeverfahrens wie auch für die notwendigen Maßnahmen der Integration.

Für den Bundesbeauftragten Koschyk ist auf allen drei Feldern seines Aufgabenbereichs – Aussiedler, nationale Minderheiten in Deutschland und deutsche Minderheiten in Mittel- und Osteuropa – der Dreiklang von „Heimat, Identität und Glaube“ von zentraler Bedeutung. Den Kirchen komme daher die besondere Rolle zu, mit entsprechenden pastoralen Angeboten die Menschen bei der Suche nach einer eigenen Identität, der Pflege ihrer Kultur und der Integration in die jeweiligen Gesellschaften zu unterstützen.

Weihbischof Hauke ist seit 2009 der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge und vertritt in dieser Funktion auch die katholische Kirche im beim Bundesministerium des Innern eingerichteten Beirat für Spätaussiedlerangelegenheiten. Mit dem Beauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Spätaussiedler und Heimatvertriebenen, Oberkirchenrat Helge Klassohn, war Bundesbeauftragter Koschyk bereits im Juni zu einem Gespräch zusammengetroffen.

Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern/ Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Den Inhalt verantwortet der Absender.

21.8.2014



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