Wenn Papa oder Mama im Knast ist

Eine Website für Kinder von Inhaftierten bietet die Caritas an. Sie will damit Betroffenen unterstützend zur Seite stehen.

Logo der CaritasBerlin. Endlich Sommerferien, auf mit Papa und Mama zum Baggersee! Aber nicht alle Kinder können in den Sommerferien eine unbeschwerte Zeit mit ihren Eltern genießen. Kinder, von denen Mutter oder Vater im Gefängnis sind, können nur wenige Stunden im Monat mit dem inhaftierten Elternteil verbringen. Häufig sind es die Väter, die vermisst werden.

Mit dieser Situation fühlen sich Kinder oft alleingelassen. Meist haben sie viele Fragen, die ihnen in der Familie nicht immer beantwortet werden. Auf der Caritas-Website http://besuch-im-gefaengnis.de/ werden in kindgerechter Sprache und Aufmachung Fragen rund ums Gefängnis beantwortet: Wie sieht eine Zelle aus? Was macht Mama oder Papa den ganzen Tag im Gefängnis? Und darf ich mein Handy mitnehmen, wenn ich zu Besuch komme? Außerdem haben sich die Kinderreporter Lilli und Selman mit einer Videokamera im Gefängnis umgeschaut und viele neugierige Fragen gestellt.

In Deutschland leben nach Schätzungen rund 100.000 Minderjährige, bei denen ein Elternteil im Gefängnis ist. Die Folgen einer Inhaftierung spürt meist die gesamte Familie: soziale Ausgrenzung, wirtschaftlicher Abstieg oder psychosoziale Probleme. Betroffene Kinder können sich von der Caritas-Online-Beratung unterstützen lassen:
http://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/kinderjugendelternfamilie

Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e.V. Den Inhalt verantwortet der Absender.

8.7.2014



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