Mathias Kugler wird als Gemeindereferent in den Seelsorgedienst gesendet

Festmesse mit Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke im Erfurter Dom


Taube als Symbol für den Heiligen Geist


Erfurt/Saalfeld/Rudolstadt (BiP). Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke sendet am Samstag, 12. Juli im festlichen Rahmen einer heiligen Messe Mathias Kugler (27) aus Dachau als Gemeindereferent in den Seelsorgedienst des Bistums Erfurt. Die Sendungsfeier im Erfurter Mariendom beginnt um 9.45 Uhr. Für die musikalische Gestaltung sorgen Domorganist Prof. Silvius von Kessel und der Jugendchor Saalfeld mit Band.


Kugler, der wie bisher in Ostthüringen arbeiten wird, erklärt sich im Gottesdienst bereit, die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkünden und am Aufbau der Kirche im Bistum Erfurt mitzuwirken. Nach der Beauftragung überreicht der Bischof dem neuen Gemeindereferenten die Ernennungsurkunde, ein kleines Kreuz und eine besonders gestaltete Kerze, die an diesen Tag erinnern soll. Mit dem Neuen gibt es 55 Gemeindereferentinnen und -referenten im aktiven Dienst des Bistums Erfurt. Neun weitere Männer und Frauen bereiten sich aktuell durch Studium und Praxisausbildung auf diesen Beruf vor.

Mathias KuglerMathias Kugler, der aus dem oberbayerischen Dachau stammt, hatte schon als Jugendlicher den Wunsch, Seelsorger zu werden. „Im volkskirchlich geprägten Oberbayern war mir der Kontakt zur Kirche und zum Glauben sozusagen schon in die Wiege gelegt“, sagt er schmunzelnd. Er engagierte sich in der Heimatgemeinde als Ministrant und als Jugendvertreter im Pfarrgemeinderat. Besonders aber prägten ihn die im Franziskanerinnenkloster Schönbrunn angebotenen Jugendgottesdienste und die dazugehörige Vorbereitungsgruppe, in der er mitwirkte. „Hier vor allem war für mich der Ort, an dem ich das Evangelium Jesu Christi näher kennenlernen konnte“, erzählt Kugler.

Nach dem Abitur 2005 nahm er in München an der Ludwig-Maximilians-Universität das Theologiestudium als Priesterkandidat auf und studierte gleichzeitig bis zum Abschluss mit dem Bakkalaureat Philosophie an der Hochschule für Philosophie. 2007 und 2008 lebte Kugler für ein Jahr in Peking und arbeitete bei der Nichtregierungsorganisation „Sterne und Regen“ als Betreuer in einer Gruppe autistischer Kinder und Jugendlicher, wofür er Mandarin (Hochchinesisch), die offizielle und am weitesten verbreitete Sprache Chinas, erlernte. Das Theologiestudium setzte er von 2008 bis 2010 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom fort.

Die Gemeinschaft im Münchner Priesterseminar und im Collegium Germanicum in Rom hatte Mathias Kugler auf seinem geistlichen Weg durchaus gestärkt und bereichert. „Nach intensivem Ringen kam ich jedoch zu der Erkenntnis, dass für mich der Weg zum ehelos lebenden Priester nicht der richtige ist.“ Kugler ging nach Erfurt, eigentlich um eine Doktorarbeit zu schreiben. Doch schon bald wurde ihm klar, dass seine Berufung nach wie vor in der Seelsorge liegt. „Also habe ich mich beim Bistum Erfurt für die Ausbildung zum Gemeindereferenten beworben und war schnell begeistert von der freundlichen Aufnahme, die mir zuteil wurde“, erzählt er rückblickend.

Nach Praktika und einem berufspraktischem Jahr in der Erfurter Lorenz-Gemeinde schickte ihn das Bistum 2012 nach Ostthüringen, wo er zunächst in der Pfarrei Corpus Christi in Saalfeld als Gemeindeassistent arbeitete und im Jahr darauf auch die Aufgaben als Jugendreferent im Centro für offene Kinder- und Jugendarbeit in Rudolstadt-Schwarza sowie als Jugendseelsorger im Dekanat Weimar übernahm. Als Seelsorger möchte Mathias Kugler gerne die Erfahrung mit anderen Menschen teilen, dass Gott das Leben bereichert. Der junge Mann freut sich auf seine Sendungsfeier nicht allein: Seit 2011 ist er verheiratet und hat mit Ehefrau Natalie zwei Kinder.

Stichwort: Gemeindereferentin, Gemeindereferent
Der Beruf der Gemeindereferentin und des Gemeindereferenten bietet Laien (katholische Christen, die weder Priester noch Diakon sind) eine Möglichkeit, in der katholischen Kirche das Gemeindeleben hauptamtlich mitzugestalten. Sie kümmern sich gemeinsam mit dem Pfarrer um die Belange der Pfarrgemeinde. Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten regen zur Mitarbeit in der Gemeinde an und stehen als Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zu Verfügung. Arbeitsfelder sind die Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und Altenpastoral, Religionsunterricht und Gottesdienstvorbereitung. Im Bistum Erfurt sind Gemeindereferentinnen und -referenten darüber hinaus in allen Bereichen der Seelsorge, auch überpfarrlich, eingesetzt. Die Ausbildung dauert zwischen vier und sechs Jahren, Dann schließen sich zwei Jahre als Gemeindeassistent(in) an, ehe die Männer und Frauen als Gemeindereferentinnen und –referenten vom Bischof in den pastoralen Dienst des Bistums Erfurt gesendet werden.

www.gemeindereferentin.de

Personalreferent und Ausbildungsleiter für Gemeindereferent(inn)en



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