Menschenfeindliche Gesinnung mit Christ-Sein unvereinbar

Predigt von Diözesan-Administrator Weihbischof Reinhard Hauke bei der Männerwallfahrt des Bistums Erfurt zum Klüschen Hagis. Sie steht unter dem Leitwort: "Singt dem Herrn ein neues Lied"

Eph 1, 17-23; Mt 28, 16-20

Porträt Weihbischof Hauke, ErfurtMein neues GOTTESLOB hat einen bunten Ledereinband in den Farben gelb, grün, blau und rot – mit vielen Zwischentönen. Manchmal kleben die Seiten noch zusammen, weil ich noch nicht alle Seiten benutzt habe. Das wird sich aber im Laufe der Zeit ändern.
"Singt dem Herrn ein neues Lied" ist der Anfang des Liedes im GOTTESLOB Nr. 409. Wir singen es gemeinsam mit unseren evangelischen Schwestern und Brüdern. Daher hat es ein "ö" bekommen. Wir meinen mit diesem Wallfahrtsthema aber mehr als nur dieses konkrete Lied Nr. 409. Das  neue Lied kann auch einen anderen Text und eine andere Melodie haben und uns helfen, beim heutigen Wallfahrtsgottesdienst einen guten Gedanken auszudrücken und zu unterstützen. Weil diese guten Gedanken jedoch immer auf der Botschaft der Heiligen Schrift aufsitzen, lade ich zunächst ein, die biblischen Texte des heutigen Wallfahrtsgottesdienstes zu bedenken.

Wir können Freude am Glauben haben und verbreiten

Der Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus beginnt mit einem Loblied auf den Plan Gottes, durch Jesus Christus für uns Menschen das Heil zu schaffen. Das klingt so normal und bekannt für uns. Ja, Jesus Christus ist unser Erlöser. Aber können wir das wirklich nur einfach zur Kenntnis nehmen? Ist es für uns normal, dass der Sohn Gottes Mensch geworden ist? Ist es für uns normal, dass er die Schuld der Menschen auf sich genommen hat und am Kreuz qualvoll gestorben ist? Immer wieder denke ich gern an den Bericht von einem Kind, das in Küllstedt beim Passionsspiel im Volk von Jerusalem laut rufen sollte: "Kreuzige ihn!" und sich geweigert hat, das zu rufen. "Ich will nicht, dass Jesus gekreuzigt wird!"  hat es gesagt. Und dennoch war es für Jesus Christus der Weg, dem er nicht ausweichen wollte. In unserer Lesung bedankt sich der Apostel bei der Gemeinde in Ephesus für den Glauben an Jesus Christus. Er bittet Gott um die Gabe der Weisheit und Offenbarung für die Gemeinde, damit sie Jesus Christus erkennt und bekennt. Der Apostel gebraucht das schöne Wort von den "Augen des Herzens", die geöffnet werden sollen, damit die Gläubigen die Hoffnung verstehen, zu der die Gläubigen gerufen sind. Und dann schwelgt quasi der Apostel in den Aussagen über den Himmel und die Auferstehung, die bei Jesus Christus seinen Anfang genommen hat. Dann kommt auch die Kirche in den Blick. Hier ist Christus das Haupt und der Leib. Zugleich ist Christus aber auch Herr über das All.

Nachdenklich macht mich, dass ich oft so wenig Freude über den Himmel und die Auferstehung sehe. Wenn ein Gedanke und eine Wahrheit so selbstverständlich sind, dann kann ich mich kaum noch darüber freuen. Wir haben uns vielleicht schon zu sehr an den Gedanken gewöhnt, dass es einen Himmel gibt und für uns dieser Himmel im Tod offen steht. So jedoch ist es nicht automatisch, denn wir müssen uns würdig erweisen, dieses ewige Erbe antreten zu können. Dazu dient auch die Wallfahrt heute und dient der Sonntagsgottesdienst. Wenn wir uns wieder bewusst geworden sind, was Himmel und Auferstehung bedeuten, dann werden wir unser Leben verändern. Dann meide ich die Sünde, die mich von Gott wegführt. Dann suche ich die Quelle des Glaubens, die für mich die Heilige Schrift ist. Dann brenne ich darauf, diese gute Nachricht allen Menschen mitzuteilen, die mir am Herzen liegen und zu denen ich von Gott durch Taufe und Firmung geschickt werde. Der Glaube an den Himmel und die Ewigkeit verändert unsere Entscheidungen. Auch die Entscheidung für den Dienst des Priesters, der Ordensfrau und des Bischofs, d.h. das Leben in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam ist nur zu verstehen, wenn es ein Verständnis und eine Sensibilität für den Himmel gibt. Ebenso sind das Leben in der ehelichen Treue und die Entscheidung für ein Leben in der Nachfolge Christi nur zu verstehen, wenn es ein Verständnis für den Himmel gibt. So sind und waren die Christen immer schon Außenseiter der Gesellschaft und haben zum Widerstand aufgerufen und zum Nachdenken angeregt. Das neue Lied, von dem im Wallfahrtsthema die Rede ist, erzählt nicht von der irdischen Wirklichkeit, sondern von den Erfahrungen mit Gott. Dafür haben wir zu danken.

Wir sollen Wachsamkeit für die besonderen Wege Gottes zu den Menschen haben, um sie froh zu machen

Der Evangelist Matthäus beschließt sein Evangelium mit dem Bericht vom Auftrag des Auferstandenen in Jerusalem. Er steht mitten unter den Aposteln, die nach Galiläa aufgebrochen sind, um dem Herrn zu begegnen. Er ist nun bei ihnen und sendet sie in alle Völker. Die Apostel haben keine Missionswissenschaft studiert und sind auch sonst nicht so bewandert in den Fragen der Bibel. Ihr Glaube basiert auf den Erfahrungen mit Jesus Christus. Die Apostel bezweifeln nicht, dass sie nach Galiläa gehen sollen, wo sie doch so oft mit Jesus gewesen sind. Es ist das Gebiet, dem die Bewohner von Jerusalem nichts Gutes zutrauen: "Kann von Galiläa etwas Gutes kommen?" – so fragt der Apostelanwärter Natanael den Philippus (Joh 1, 46). Hier haben die Apostel und die ersten Christen gespürt, dass dort ein Neuanfang im Denken und Glauben zu finden ist. Unverbraucht ist die Hoffnung auf Veränderung durch den Messias, wenn auch das konkrete Kommen des Messias aus Nazareth eine Überraschung für viele war, ist und bleibt. Von hier aus geht der Weg der Apostel in alle Länder der Welt, auch wenn dort keine Juden zu finden sind. Es setzt sich durch die Erfahrung der Geistsendung über die Nichtjuden bei den Christen der Gedanke durch: "Von hier aus soll die ganze Welt vom Messias, vom Himmel und der Erlösung erfahren und das neue Lied anstimmen, das von der Freude am Leben mit Gott berichtet." Gott sucht sich die Orte aus, wo nichts Großes zu erwarten ist. Er sucht sich die Menschen aus, die keine großen Schriftgelehrten sind. Immer wieder will er zeigen, dass durch IHN das Heil wird und wir alle Anstrengungen unternehmen sollen, die Mitmenschen durch sein Wort und die glaubwürdige Tat froh zu machen. Er gibt den Kardinälen den Gedanken ein, den Erzbischof von Buenos Aires zum Papst zu wählen, der dann selbst sagt: "Vom Ende der Welt komme ich!" Die neue Art des Christseins erleben wir derzeit bei Papst Franziskus. Wenn ich auch mit einem gewissen Schmunzeln gehört habe, dass die Schweizer Garde sich den neuen Herausforderungen kaum gewachsen sieht, die der Papst durch seine Offenheit, Freundlichkeit und sein Zugehen auf die Menschen schafft, so spüren wir doch in seinen Gesten und Worten den tiefgläubigen Christen, der nichts anderes will als die Menschen durch den Glauben froh zu machen. Voraussetzung ist, dass wir davon überzeugt sind: Mit dem Glauben haben wir es besser als ohne den Glauben! Das betrifft nicht das Geld und die Gesundheit, sondern den Lebensmut und die Perspektive für das Leben.

Die biblischen Texte sagen uns also heute:
Wir können Freude am Glauben haben und verbreiten – so der Gedanke der Lesung aus dem Brief an die Epheser.
Wir sollen Wachsamkeit für die besonderen Wege Gottes zu den Menschen haben, um sie froh zu machen – so der Gedanke aus dem Evangelium.

Finden wir dazu ein schönes Lied – ein neues Lied im neuen GOTTESLOB, das ich heute auslegen kann?

Das neue Lied GL 456

Ich habe mich für das Lied im GOTTESLOB Nummer 456 entschieden. Das Lied "Herr, du bist mein Leben" wurde 1978 komponiert und getextet. Pierangelo Sequeri wird als Autor genannt. In der 1. Strophe heißt es:

  • Herr, du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg. Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt. Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir dein Wort. Und ich gehe deinen Weg, du Herr, gibst mir den Sinn. Mit dir hab ich keine Angst, gibst du mir die Hand. Und so bitt ich, bleib doch bei mir.

Es ist schon mutig, so zu sprechen: Herr, du bist mein Leben, mein Weg, meine Wahrheit. Da gibt es ja nichts mehr, was nicht Jesus Christus gehört, d.h. keine "christusfreie Zone". Ich habe ja manchmal bei den Gemeindemitgliedern den Eindruck, dass sie sich durchaus eine "christusfreie Zone" vorstellen können und auch praktizieren. Sie gehen zwar in den Gottesdienst am Sonntag, aber ansonsten spielen der Glaube und Gott keine große Rolle. Dass das nicht gesund ist und nicht lange anhält, können wir uns gut vorstellen. Auch erweckt es einen Eindruck von Kirche und Glauben, der nicht gut ist. Wir werden vielleicht schnell als Heuchler bezeichnet. Daher haben wir keine Alternative: Er – Christus und unser Kirchesein - müssen uns in unserem Leben durch und durch prägen und bestimmen. Das Angerufenwerden bei unserem Namen, das wir bei der Taufe und bei der Firmung besonders erleben, lässt uns spüren: Wir sind ihm wichtig! Daher ist die Konsequenz geschuldet: Wir nehmen Christus als Grundnahrungsmittel in unser Leben auf. Wer so entscheidet, kann auf dem Weg sicher sein. Die gute Hand Gottes lässt ihn nicht mehr los. Sie knebelt uns nicht, sondern gibt uns Sicherheit, wenn die Wogen hochschlagen.

Die zweite Strophe:

  • Jesus, unser Bruder, du bist unser Herr. Ewig wie der Vater, doch auch Mensch wie wir. Dein Weg führte durch den Tod in ein neues Leben. Mit dem Vater und den Deinen bleibst du nun vereint. Einmal kommst du wieder, das sagt uns dein Wort, um uns allen dein Reich zu geben.

Wie reden wir Jesus an? Ist er der Bruder oder der Herr? Das Lied sagt uns: Es ist beides richtig. Wir haben einen Bruder, weil wir wie er Söhne und Töchter Gottes genannt werden können. Wir haben einen Herrn, weil er uns in allem voraus ist – besonders in der selbstlosen Liebe. Er ist als Mensch uns gleich geworden mit dem Warten auf Essen und Trinken, auf Gemeinschaft und Trost, auf Freundschaft und Liebe. Er ist aber auch von Ewigkeit bis Ewigkeit der Sohn Gottes und Teilhaber am Schöpfungswerk. Schon im Anfang der Kirche haben die Theologen um eine ausgewogene Formulierung dieses Glaubens sich bemüht und sind zurückgekehrt zur uns bekannten Formel: "Wahrer Gott und wahrer Mensch." Am Ende der Zeit wird sich alles aufhellen und klären, was wir jetzt glauben und hoffen. Sein Reich des Friedens und der Liebe sollen wir erben. Das ist zu spüren, wo Menschen heute schon sich um Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung bemühen.

In der dritten Strophe singen wir:

  • Du bist meine Freiheit, du bist meine Kraft. Du schenkst mir den Frieden, du schenkst mir den Mut. Nichts in diesem Leben trennt mich mehr von dir, weil ich weiß, dass deine Hand mich immer führen wird. Du nimmst alle Schuld von mir und verwirfst mich nie, lässt mich immer ganz neu beginnen.

Der Dichter lädt uns zum Bekenntnis ein, in Jesus Christus die persönliche Freiheit, die Quelle der Kraft, des Friedens und des Mutes zu sehen. Freiheit bringt mir nicht das Geld oder der Pass, mit dem ich ferne Ländergrenzen überschreiten kann, sondern die Beziehung zu Jesus Christus. Es gibt also eigentlich gar keine andere Quelle für mein Glück als Jesus Christus. Vor ihm verblassen Geld, Titel, finanzielle und persönliche zwischenmenschliche Beziehungen. Es gibt nichts Größeres an Bedeutung als die Liebe zu Jesus Christus, zum Vater und zum Heiligen Geist. Wie sehr wünsche ich mir, dass dieses Denken wenigstens ein kleines Stück in das Denken der kirchlich und politisch Verantwortlichen fließt, denn hier ist immer die Gefahr gegeben, auch auf den weltlichen Glanz zu schauen, der jedoch vor dem göttlichen Licht verblasst. Die Befreiung von der Schuld nennt der Dichter als Tatsache, die er nur noch bejubeln kann. Die Erkenntnis der Schuld ist der Anfang für ein neues Leben. Wenn der Patient seine Krankheit vertuscht und den Arzt nicht an die Wunden und Geschwüre heranlässt, dann ist das sein sicherer Tod! Die Kraft des Evangeliums wird abgeschwächt durch eine religiöse Praxis, die nur noch eine Hülle ist, aber keinen Inhalt mehr hat. Wo ich zwar noch weiß, was an Fronleichnam am Haus zu schmücken und vorzubereiten ist, wo ich aber nicht mehr weiß, warum wir Fronleichnam feiern. Habt Mut zum Bekenntnis des eigenen Versagens und gönnt euch die Kraft der Vergebung und der beseligenden Berührung durch die Liebe Gottes, die uns im Bußsakrament zugesprochen wird.

Und in der letzten Strophe heißt es:

  • Vater unsres Lebens, wir vertrauen dir. Jesus unser Retter, an dich glauben wir, und du, Geist der Liebe, atme du in uns. Schenke du die Einheit, die wir suchen auf der Welt. Und auf deinen Wegen führe uns ans Ziel. Mache uns zu Boten deiner Liebe.

Wie in vielen Liedern des neuen GOTTESLOB’s endet unser Lied mit einem Lobpreis des Dreifaltigen Gottes. Wir sagen es auch nicht nur einfach so hin, dass wir an den Dreifaltigen Gott glauben, sondern wir bekennen es beim Singen der Liedstrophe. Das erscheint mir bedeutsamer und eindrücklicher zu sein als einfach nur ein gesprochener Satz. Nach der Diakonenweihe in Sonneberg am 10. Mai sagte mir eine Frau, die daran teilgenommen hatte und sonst kaum zum katholischen Gottesdienst geht: "Ihr Katholiken singt ja so viel!" Da wurde mir wieder neu bewusst, was vielleicht die besondere Art des Ausdrucks unseres Glaubens ist: Das Lied – das gesungene Bekenntnis.

Der Dichter unserer Liedstrophe verbindet letztlich das Bekenntnis zum Dreifaltigen Gott mit der Bitte um Einheit in der Welt durch die Botschaft der Liebe Gottes, die wir als seine Boten weitergeben sollen. Dankbar haben wir vor 25 Jahren erfahren, was es heißt, Schritte zur Einheit unseres Landes, und auch des Eichsfeldes, gehen zu können. Bei dem Wort "Welt" müssen wir heute natürlich auch sehr konkret an die Krisen- und Kriegsgebiete der Welt denken: Afrika, Ukraine, Spanien, Syrien und viele andere Orte in der Welt mehr. Wir können aber auch an unsere Welt in Deutschland und in Thüringen denken. In diesem Jahr gilt es zu entscheiden und abzustimmen, wer uns in Europa, in Thüringen und auch vor Ort in den Stadt- und Gemeinderäten und als Ortsbürgermeister regiert.

Der Auftrag des Evangeliums, Bote der Liebe Gottes zu sein, kann auch hier ein Wahlprüfstein sein. Überall dort, wo ich von Abgrenzung, Ausgrenzung und Abschottung höre, spüre ich diese Liebe nicht und kann den Parolen nicht zustimmen. Sei es, dass es um die Genehmigung von gewerblich unterstütztem Suizid geht, sei es, dass es um Reduzierung von besonderen Förderungen der Behinderten geht, sei es, dass es um die Frage der Familienförderung geht oder um die Freiheit, einen Bildungsweg zu wählen, der von den Eltern der nachwachsenden Generation als sinnvoll erkannt wurde. Wenn sich Stimmen melden, die von Ausgrenzung sprechen oder den Gedanken äußern: "Unser deutsches Boot ist voll!", dann muss ich mich wehren und mich zu Wort melden. Und ich hoffe, dass jeder katholische Christ im Bistum Erfurt durch seinen Gang zur Wahl auch hier die Erfüllung des Auftrags Jesu gesehen hat und sieht, Bote der Liebe zu sein – und nicht der Ausgrenzung. Wir dürfen, weil wir um Gottes Liebe zu allen Menschen wissen, "Universalisten der Liebe" sein und müssen nicht "Separatisten" bleiben, die sich egoistisch in ihrem kleinen Lebenshorizont einigeln. Wer sich einigelt, verliert auch das, was er zu haben meint.

Das neue Lied im Alltag

"Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg!" – das soll unser neues Lied sein, das wir gern singen auf den Wegen unseres Lebens, die hinführen in die ewige Gemeinschaft mit Gott. Ich habe den Eindruck, dass Gott die Menschen aus den Sackgassen ruft auf die Hauptstraße, die zu Gott führt. Es sind besondere Wege, die Gott da kennt und wir zu wenig wahrnehmen. Wenn Zweidrittel unserer gegenwärtigen Priesteramtskandidaten für das Bistum Erfurt Konvertiten oder Neugetaufte sind, dann frage ich mich: haben wir auch schon ausreichend dorthin geschaut, wo junge Menschen aus anderen Religionen oder Konfessionen oder sogar aus dem nichtkirchlichen Bereich nach Gott suchen? Kennen wir in den Pfarrgemeinden die Orte, wo junge Menschen sich treffen, um aus dem Alltag aufzutauchen und etwas zu tun und zu erleben, was zweckfrei ist wie Musik und Sport? Hat die Kirmesgemeinde etwas mit Gott und Glauben zu tun und findet ein Nichtchrist dort den Weg zu Gott?
Kann ich bei der freiwilligen Feuerwehr und im Schützenverein beten und von Gott und Kirche sprechen, ohne ausgepfiffen zu werden? Wenn ich auch nicht in der Eichsfelder Tradition, sondern in der schlesischen und Diasporatradition aufgewachsen bin, so geht mir doch der Text des Eichsfeldliedes besonders nach, in dem ja der christliche Glaube im Eichsfeld als Grund für Entscheidung, Ortswahl zum Leben und Sterben genannt wird. Dieses bekannte und gern gesungene Lied ist zwar kein neues Lied, aber es kann es werden, wenn es mit Glaubenskraft gesungen wird.

Darum: Singt dem Herrn ein neues Lied – aus dem Liedgut der  Eichsfelder Tradition oder aus dem neuen Gotteslob. Die Nummer "4 5 6" lässt sich gut merken. Ihr könnt das Lied heute Abend euren Frauen vorsingen! Dann singt es so, dass man euch glaubt, weil ihr aus dem Bekenntnis zum Dreifaltigen Gott lebt.

Amen.



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