Moderne und traditionelle Schätze, die uns anrühren

ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey in der Serie "Mein liebstes Kirchenlied" (6)


Porträt Peter Frey


Ich gehöre zu der Generation des 1970er Sacro-Pops. Wilhelm Wilms und Piet Janssens waren die Helden meiner katholisch geprägten Jugend, die rebellische Sängerin aus "Ave Eva oder der Fall Maria" ein früher Schwarm. Lieder wie "Die Sache Jesu braucht Begeisterte", "Wir haben einen Traum", "Wenn das Rote Meer grüne Welle hat" oder "Gegen das Geläut der Leute" haben meinem Glauben textlich und musikalisch Ausdruck gegeben, auch wenn sie heute etwas arg post-68er-haft klingen. Aber wir hören ja auch immer noch gerne Bob Dylan oder Pete Seeger. Deshalb wünsche ich mir, dass diese literarische, politische und populäre Tradition nicht aus dem Kirchengesang verschwindet und wir mit Wilms und Janssens auch künftig die Lieder und Texte von Alois Albrecht, Huub Oosterhuis oder Diethard Zils singen und beten. Aber selbstverständlich bietet das Gotteslob auch traditionelle Schätze, die uns anrühren und die man auch immer wieder neu entdeckt, ob es nun "Kommt herbei, singt dem Herrn" (140), "Großer Gott, wir loben Dich" (380) oder "Maria, breit den Mantel aus" (534) ist oder die Lieder von Jochen Klepper oder Paul Gerhardt. Ein Lieblingslied in dem Sinn habe ich nicht. Hängt auch immer von der Lebenssituation hat, was einen gerade besonders anspricht.

Informationen zur Serie: "Mein liebstes Kirchenlied"

8.11.2013

ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey in der Serie "Mein liebstes Kirchenlied" (6)



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