Enthüllungen am Sonntagnachmittag

Das katholische Bildungshaus St. Ursula lud zum Tag der offenen Tür und hat nun eine ständige Bewohnerin im Garten: die hl. Ursula in Bronze

Bronzefigur der hl. UrsulaErfurt. "Na, wie war es beim 'Tag der offenen Tür' in St. Ursula?", frug ich meine Nachbarin. "Schööön!", war ihre Antwort und es folgte ein begeisterter Bericht von besagtem Tag. Viele Erfurter waren wie sie der Einladung des katholischen Bildungshauses St. Ursula gefolgt, in die an diesem Tag geöffneten Türen des Hauses einzutreten, sich alles anzuschauen, Fragen loszuwerden und gemeinsam mit der Hausleiterin Carla Riechel und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu feiern. Dafür gab es ausreichend Grund.

Einer davon ist das Ende von sechs Jahren Bauzeit. 2007 wurde das Hortgebäude auf dem Innenhof des Bildungshauses abgerissen, es folgte von 2009-2011 der Neubau in der Trommsdorfstraße 29, der so gut gelang, dass er mit dem Thüringer Architekturpreis 2011 ausgezeichnet wurde. Mit dem Umbau des Gästehauses 1 wurde auch die Hauskapelle komplett neu gestaltet, die seitdem einen runden Altar hat, der mit dem Lesepult als Verkündigungsort der Heiligen Schrift, dem Wandkreuz und dem Tabernakel zur Aufbewahrung des eucharistischen Brotes eine Einheit bildet. Außerdem lassen sich vor die Fenster der lichtdurchfluteten Kapelle abstrakt gestaltete Glaselemente schieben, welche die Künstlerin Evelyn Körber aus Hohenfelden schuf.

Der Ursula-Garten, der von 2012-2013 neu im Innenhof  angelegt wurde, schließt die Bauzeit nun ab. Inmitten dieses Gartens befindet sich seit dem 14. Juli eine Bronzeplastik der Hl. Ursula, ein weiterer Grund zum Feiern. Sie  markiert gewissermaßen den Mittelpunkt des Innenhofs, an den alle Einrichtungen auf dem Gelände angrenzen: das Ursulinenkloster, der Kindergarten, die Edith-Stein-Schule und das Bildungshaus.

zwei Ursulinen enthüllen Bronzeplatik der hl. UrsulaIm Beisein des Künstlers Markus Gläser aus Leipzig, der die Ursula-Figur schuf, und der Architekten und Handwerker, der Vertreter der Bistumsleitung und des Bischöflichen Bauamtes und natürlich der Hausangestellten und Gäste wurde  in der Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein die bronzene hl. Ursula von den Ursulinen Sr. Jutta und Sr. Martina aus dem angrenzenden Kloster enthüllt. Zu sehen ist ein Schiff, mit dem die britannische Königstochter, die ihr Leben Christus geweiht hatte,  der Legende nach mit ihren Gefährten von Rom auf dem Weg nach Köln ist, wo sie auch als Märtyrerin stirbt. Das Kunstwerk zeigt sie oben am Segelmast, während ihr Gefolge im Schiff sitzt. Dem Betrachter sind mit dieser Plastik viele Deutungsmöglichkeiten geboten.

Unter freiem Himmel wurde dann Eucharistie, also Danksagung gefeiert. In dieser Hl. Messe wurde Gott gedankt für alles, was in den vergangenen sechs Jahren geworden ist. Mit dem Schlusslied wurde schließlich der Wille bekräftigt, sich von Gott aussenden zu lassen: "Geht in alle Welt, ihr sollt ein Segen sein."

Das Angebot von 15.00 bis 18.00 Uhr, sich alle Räumlichkeiten anzusehen, wurde reichlich genutzt. In den Seminarräumen gab es Informationen zu aktuellen Kursen, die das Bildungshaus anbietet, eine Ausstellung biblischer Szenen, die mit  biblischen Figuren gestellt wurden sowie Bilder aus der Baugeschichte. Währenddessen wurde im Innenhof bei Livemusik, Kaffee, Kuchen und Rostbratwurst ausgiebig gefeiert.

Feiernde im Garten des Bildungshauses St. Ursula

Die Ursula-Figur kann man sich übrigens jederzeit im Innenhof ansehen. St. Ursula lädt herzlich dazu ein.

Carla Riechel/Andrea Wilke    

Mehr Informationen zum Bildungshaus St. Ursula unter www.bildungshaus-st-ursula.de (bitte anklicken)
und zur hl. Ursula selbst (u.a.) unter www.heilige-ursula.de (bitte anklicken)        

24.7.2013                                                                  



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