Weil der Tod zum Leben gehört

20.000 Euro der Share Value Stiftung für die Malteser Hospizarbeit in Erfurt, Arnstadt und Mühlhausen

Logo der MalteserArnstadt/Mühlhausen. "Das ist ein ganz besonderer Tag für unsere Hospizdienste" freut sich der Diözesan- und Landesleiter der Malteser Winfried Weinrich anlässlich der Übergabe von Stiftungsmitteln aus der Share Value Stiftung an die Malteser. Der Bruder des Stifters, Oberkirchenrat i. R. Walter Weispfenning, ließ es sich nicht nehmen, zu diesem Termin selbst nach Arnstadt zu reisen. Während eines kleinen Empfangs auf dem Arnstädter Pfarrhof übergab er die Autoschlüssel der neu angeschafften Kraftfahrzeuge an Weinrich, die Koordinatorinnen der Hospizdienste in Arnstadt, Mühlhausen und Erfurt und an Vertreter der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die Share Value Stiftung mit Sitz in Erfurt fördert die Malteser Hospizdienste in Thüringen im knapp 20.000 Euro. Davon erhalten die Dienste in Arnstadt und Mühlhausen je ein Hospiz-Auto, ein kleinerer Teil der Spende geht an den Erfurter Dienst für zusätzliche Angebote in der Trauerarbeit.

"Ambulante Hospizarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil eines zutiefst menschlichen Umgangs mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer der Angehörigen", hebt Malteser-Landesleiter Weinrich hervor, "wir sind sehr froh, dass wir hier in Thüringen mit vier Diensten, den Kinder- und Jugendhospizdienst Stadt Erfurt und Umland eingeschlossen, Akzente setzen. Allerdings reichen unsere Eigenmittel für Anschaffungen wie Autos oder für besondere Aktionen wie das Erfurter Projekt "Hospiz macht Schule" einfach nicht aus – da sind wir sehr froh, dass wir starke Förderer wie die Share Value Stiftung an unserer Seite haben – im Sinne einer menschlichen, und den menschlichen Bedürfnissen zugewandten Gesellschaft."

junge Hand hält Hände einer alten FrauDie beiden neuen Fahrzeuge gehen an die Hospizdienste in Arnstadt und Mühlhausen. Der Hospizdienst in Arnstadt ist bereits ein etablierter Dienst mit langjähriger Erfahrung. Unter der Leitung von Koordinatorin Kirsti Senff haben 40 Ehrenamtliche im Jahr 2012 58 schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet. Einmal im Monat laden sie zu einem Trauercafé für Menschen ein, die einen Angehörigen oder Freund verloren haben. Außerdem werden Trauer-Einzelbegleitungen angeboten. "Unsere Gruppe lebt Hospiz als Haltung", beschreibt Senff ihre aktive Gruppe, die neben ihr als hauptamtlicher Koordinatorin aus Ehrenamtlichen besteht, "jeder bringt ein, was ihm geschenkt ist." Im Moment etabliere sich gerade eine Filmgruppe, die nach guten Filmen zum Thema Tod und Trauer Ausschau halte und die diese dann in einem Filmabend für die Ehrenamtlichen und an einer Mitarbeit Interessierte präsentiere. Über das neue Hospiz-Auto freut sie sich sehr: "Das war schon lange mein großer Wunsch. Ich bin gerade hier im ländlichen Raum viel unterwegs, von einer Beratung für einen Schwerstkranken hin zu einer Absprache mit der Palliativstation in Ilmenau, von einem Angehörigen, der ein Gespräch sucht, wieder ins Büro – und da freue mich nun sehr, dass ich dafür einen Dienstwagen habe."

Neu bei den Maltesern ist der Hospizdienst Unstrut-Hainich-Kreis. Das Büro befindet sich zwar in Mühlhausen; der Dienst sei jedoch im ganzen Landkreis Unstrut-Hainich aktiv, erläutert Koordinatorin Bärbel Stoll. So begleiten ehrenamtliche Mitarbeiter im Moment beispielsweise drei Sterbende in Bad Langensalza, im gesamten Unstrut-Hainich-Kreis werden seit Jahresbeginn 18 Menschen durch die Malteser betreut. Zum Aufgabengebiet der Gruppe gehört auch die Trauerbegleitung. Die Hospizgruppe umfasst 27 qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiter.

Auch der Erfurter Hospizdienst wird mit 3.000 Euro bedacht. Die Mittel werden in das Projekt "Hospiz macht Schule" gehen. Dort werden Schüler der 3. und 4. Klasse behutsam und doch ehrlich mit dem Thema Tod, Sterben und Trauer in Berührung gebracht und zum Nachdenken angeregt. Des Weiteren wird die Zuwendung in die Herbsttagung der Erfurter Hospizgruppe investiert, die sich mit Fachvorträgen und einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema "Demenz und Sterben" auseinandersetzt. Zu Gast wird der Regisseur David Sieveking sein, der seinen Film "Vergiss mein nicht" präsentieren wird und über seine Beschäftigung mit dem Thema Demenz mit dem Publikum diskutieren wird.

 

Informationen zur Share-Value-Stiftung: www.share-value.de (bitte anklicken)

Pressemitteilung des Malteser-Diözesanverbandes Erfurt. Den Inhalt verantwortet der Absender.



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