Wo "Malteser" drauf steht, ist sozial-caritative Hilfe drin

Grußwort von Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Reinhard Hauke anlässlich des 20jährigen Bestehens des Malteser Hilfsdienstes in Erfurt

Porträt Weihbischof Hauke"Der Malteserhilfsdienst wurde 1953 als Werk des Malteserordens und als Fachverband des DCV gegründet. Seine Mitglieder orientieren sich am Leitsatz: Wahrung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen. .... Die zeitgemäße Verwirklichung der christlichen Nächstenliebe als Zielsetzung führte zu den heutigen Aufgaben: Jugendarbeit, Sanitätsdienst, Auslandsdienst, Hospiz, Osteuropahilfe." – so die Darstellung des Malteser-Hilfsdienstes im Lexikon für Theologie und Kirche.
Vor 60 Jahren wurde dieser Hilfsdienst gegründet und hat seit 20 Jahren seinen Ort in Erfurt. Voller Dankbarkeit können wir diesen Festtag begehen und ich danke als Vertreter der Bistumsleitung ausdrücklich für die Hilfeleistungen, die in vielfältiger Weise im Bistum angeboten werden. Der Jahresüberblick 2012 zeigte sieben Arbeitsfelder auf: Fahrten mit Behinderten zu Wallfahrsorten – z.B. nach Rom -, zu Kirchentagen, in den Zoo und zu Veranstaltungen, wo der Teilnehmer Hilfe braucht; Hospizdienste, Nachhilfeprojekte für Schüler und Organisation von Jugendfahrten an die Ostsee, Berufsausbildung für Jugendliche mit Förderbedarf, Hausnotruf, Menüservice und Rettungsdienst. Ganz neu ist das Angebot des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes in Erfurt und um Umland.
In diesem Jahr begegnete ich z.B. bei der Männerwallfahrt einem evangelischen Jugendlichen im Klüschen Hagis, der beim Einparken der Fahrräder als Vertreter der Malteserjugend mitgeholfen hat. Wir erkennen an dieser Tatsache, wie doch auch ein solcher konkreter Hilfsdienst konfessionsverbindend wirken kann und ich unterstütze in diesen Tagen besonders alle Aktivitäten, die der Ökumene dienen. Praktische Konsequenzen aus dem Hinhören auf das Evangelium müssen uns Christen in allen Konfessionen ein Anliegen und ein Weg zur Gemeinsamkeit sein.
Der Malteserorden, dessen Wurzeln in das 16. Jahrhundert reichen, hatte am eigenen Leib erfahren, was es heißt, heimatlos und mittellos zu sein. Im 19. Jahrhundert hatten die Malteser alles verloren, was sie  bisher besaßen. Nach diesem Verlust begannen die Malteser von neuem, sich besonders im sozial-caritativen Bereich zu engagieren. Vorher war es im Wesentlichen ein Dienst an den Pilgern, die ins Heilige Land wollten. Von da an war der Schritt zur Gründung des Malteser-Hilfsdienstes nicht mehr weit.

Im Bistum Erfurt ist der Dienst der Malteser eng mit der Person von Herrn Ordinariatsrat Winfried Weinrich verbunden. Ihm gilt heute mein besonderer Dank. Er ist mir in der Bistumsleitung nicht nur ein fachkundiger Mitarbeiter in allen Fragen der Landes- und Bundespolitik, sondern auch ein Ansprechpartner in den Fragen der sozialen Hilfe.

Wo "Malteser" drauf steht, ist sozial-caritative Hilfe drin. Hier kann man sich hinwenden, wenn besonders die Betreuung von kranken und alten Menschen oder die besondere Unterstützung von Jugendlichen mit Förderbedarf nötig ist. Dann sind die Malteser immer eine gute Adresse.

Ich wünsche dem Malteser-Hilfsdienst e.V. Stabilisierung der vorhandenen Einrichtungen und Wachstum, soweit es die Kräfte und Finanzen zulassen. Sie sind uns im Bistum Erfurt immer willkommen, weil sie dem Evangelium ein Gesicht geben, das überall gern gesehen wird.

Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Diözesanadministrator

8.7.2013

Grußwort von Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Reinhard Hauke anlässlich des 20jährigen Bestehens des Malteser Hilfsdienstes in Erfurt



Impressum | Sitemap | Kontakt
powered by St. Benno-Verlag