Pflastersteine verlegt, Sand geschaufelt und über 2.000 EUR Spendengelder gesammelt

Die bislang größte Jugendsozialaktion "72-Stunden: Uns schickt der Himmel" Deutschlands ging am Sonntag zuende

Jugendliche und BaucontainerZiel war es, die Welt in 72 Stunden ein bisschen besser zu machen, und es ist den jungen Christen in beeindruckender Art und Weise gelungen. Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" haben weit über 400 Jugendliche in zwanzig verschiedenen Orten in Thüringen soziale, ökologische oder gemeinnützige Projekte verwirklicht. Damit beteiligten sie sich an der 72-Stunden-Aktion, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vom 13. bis 16. Juni in ganz Deutschland durchgeführt hat. Vom Eichsfeld bis Gera wurden öffentliche Einrichtungen, Wege oder Plätze renoviert und verschönert, kulturelle und ökologische Benefizprojekte realisiert sowie Infotafeln für einen "Weg der Geschichte" inhaltlich erarbeitet und ausgestellt. Jugendgruppen aus Heiligenstadt und Dingelstädt fuhren spontan in unser Nachbarbundesland und leisteten bei Schönebeck und in Magdeburg-Rothensee direkte Hilfe zur Beseitigung der Flutschäden. In Gotha und Niederorschel wurden Spenden gesammelt für die Opfer des Hochwassers.

Die Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Hochwasser haben uns alle wieder sensibler dafür gemacht, wie wichtig Mitmenschlichkeit und selbstlose gegenseitige Hilfe für unsere Gesellschaft sind", betont BDKJ-Diözesanvorsitzender Philipp Lukas. "Genau dies haben wir auch mit der 72-Stunden-Aktion in besonderer Weise zum Ausdruck gebracht. Christliche Nächstenliebe und ehrenamtliches Engagement sind Werte, die alltäglich in unseren Gruppen und Jugendverbänden gelebt und vermittelt werden", so der 21-jährige Student, der gleich bei zwei Projekten persönlich mitgeholfen hat. In Weimar zauberte er inmitten einer kleineren Jugendgruppe mit viel Kreativität und Witz aus verschiedensten gebrauchten Gegenständen neue Gebrauchsgüter oder sogar kleine "Kunstwerke". Den Erlös aus den dafür eingenommenen Spenden erhält das Weimarer Flüchtlingsheim. Etwas rustikaler gestaltete sich das andere Projekt in Rudolstadt. Dort wurde ein Skaterplatz gemeinsam mit dessen Nutzern renoviert. Dafür hatten sich der katholischen Jugendgruppe auch noch Mitglieder anderer Jugendeinrichtungen der Stadt angeschlossen. Bereits am Samstagabend konnte die völlig erneuerte Skatboard-Rampe mit einem Contest in würdiger Form eingeweiht werden.

Eine erste thüringenweite Bilanz kann sich sehen lassen: Insgesamt wurden mehr als zweitausend Pflastersteine verlegt, über einhundert Baumstämme entrindet und weiterverarbeitet, eine Reihe von Bänken abgeschliffen und neu lackiert, mehrere Kubikmeter Holz verbaut, Tonnen von Sand geschaufelt und weit über 2.000 EUR Spendengelder für soziale Zwecke und die Fluthilfe gesammelt. Spontane Unterstützung gab es auch in Form von zahlreichen Sach- und Lebensmittelspenden durch Firmen und Privatpersonen. "Vieles lässt sich aber gar nicht in Zahlen auszudrücken, insbesondere die Freude, die alle Aktionsteilnehmer mit ihren Projekten anderen Menschen, dem Gemeinwohl und letztlich auch sich selbst gemacht haben", resümiert Lukas. So sei dann auch bei den jeweiligen Abschlussveranstaltungen immer wieder die Frage zu hören gewesen: "Wann ist denn die nächste 72-Stunden-Aktion?"

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten der Thüringer Gruppen unter:
www.jugend-im-bistum-erfurt.de (bitte anklicken)


72-Stunden-Aktion
Die 72-Stunden-Aktion "Uns schickt der Himmel" ist die bundesweite Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). sie hat erstmalig bundesweit stattgefunden und so viele Ehrenamtliche mobilisieren können, wie nie zuvor. In 4.000 Aktionsgruppen haben sich bundesweit rund 175.000 Aktive engagiert. Die meisten Gruppen kamen aus den katholischen Jugendverbänden, von  Messdiener- und anderen katholischen Jugendgruppen.
Hauptunterstützer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" - in Thüringen auch das Sozialministerium (TMSFG).

Quelle: Pressemitteilung des BDKJ-Landesverbandes Thüringen. Den Inhalt verantwortet der Absender.

17.6.2013



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