Helfer sind immer willkommen

Ehrenamtlicher Hochwasser-Einsatz der Malteser in ganz Thüringen

zwei Köche bei der Essenausgabe

Erfurt/Altenburger Land. Auf der Fahrt vom Großmarkt zurück zur Einsatzstelle irgendwo im Altenburger Land hat Philipp Genter (Malteser) Zeit für ein kurzes Telefonat. Der letztjährige Ehrenamts-Preisträger von Caritas, Diakonie und Maltesern ist mit der so genannten Betreuungskomponente der DLRG Stadt Erfurt seit gestern im Hochwassereinsatz. "Um 17 Uhr kam der Marschbefehl, seit dieser Zeit sind wir unterwegs." – und alle, die in seiner 12 köpfigen Gruppe unter der Leitung von Gruppenführer Uwe Richter (DLRG) sind, sind ehrenamtlich dabei.
 
Das Aufgabengebiet des Kochs und seiner Kollegen umfasst die Betreuung und Verpflegung der unermüdlichen Helfer der Hilfsorganisationen ASB, DLRG, DRK, JUH und Maltesern sowie Bundeswehr, die zur Dammsicherung und zur sanitätsdienstlichen Absicherung eingesetzt sind. "Wir tun das gerne", betonen Genter und Richter, die Teil der größten Katastrophenschutzeinheit Thüringens mit einer Mannstärke von 3 Zugführern, 7 Gruppenführern und 44 Helfern sind, "es ist gut, helfen zu können, wenn man die Lage hier sieht" .
 
"Was unsere Ehrenamtlichen hier leisten, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen", betont Martin Webers, der Geschäftsführer der Malteser in Thüringen, "sie gehen zumeist einem Beruf nach, haben Familien und nehmen sich dennoch die Zeit, im Katastrophenfall als Not-Helfer da zu sein. Beispielsweise waren die ehrenamtlichen Malteser in der Betreuung der Evakuierten aus Hochheim dabei – jetzt sind neben Herrn Genter noch weitere Helfer in der Sanitäts-Absicherung im Altenburger Land." Für dieses Engagement zu begeistern, ist eine Aufgabe, die die Hilfsorganisationen das ganze Jahr über beschäftigt. Katastrophen wie das jetzige Hochwasser zeigten, so Webers, dass diese Bemühungen wichtig seien. "Spontane Hilfsbereitschaft in langfristiges Engagement für die Gesellschaft zu überführen – das wäre unser großes Ziel."  
 
Philipp  Genter und Uwe Richter im Katastrophengebiet freut das: „Helfer sind bei uns immer herzlich willkommen. "Wie lange sie noch im Einsatz sein werden, wissen sie nicht. Vielleicht geht es morgen zurück nach Erfurt. Wir sind als Betreuungskomponente sehr begehrt – wie wir gehört haben, gibt es schon Anforderungen aus dem Süden." 

Quelle: Pressemitteilung des Malteser-Diözesanverbandes Erfurt. Den Inhalt verantwortet der Absender.

5.6.2013



Impressum | Sitemap | Kontakt
powered by St. Benno-Verlag