Keine Halbherzigkeiten

Gedanken zum dritten Advent

herabgedrückte Türklinke mit Schnee draufOh wie ich diese Person hasse!
Ihre Lügen und Gemeinheiten,
ihre Überheblichkeit und Selbstüberschätzung,
ihren Kontrollzwang und ihr Machtgebaren.

Die Verletzungen und Kränkungen sitzen tief.
Meine eigene Ohnmacht macht mich wütend.
Ich werde es ihr heimzahlen –
irgendwann, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Ansonsten will ich nichts mit ihr zu tun haben.
Sie kann mir gestohlen bleiben.
Auf den notwendigsten Kontakt beschränken,
am besten ganz ignorieren.

Doch jetzt durchkreuzt diese Person
auch noch meine adventliche Besinnung,
besetzt meine Gedanken,
macht mir das Herz schwer,
legt mir einen großen Stein in den Weg.

Da fragten die Leute Johannes den Täufer:
"Was sollen wir also tun?"
Klare Antwort:
Dem Herrn, der kommt, den Weg bereiten!

Besinnung:
Wer legte den Stein?
Den Stein der Abwehr und des Hasses,
der Selbstgerechtigkeit und Engherzigkeit,
den Stein der Rachsucht.

Räum ihn weg!

Das ist mein Weg!
Kein leichter.

Wage den Versuch
mit ganzem Herzen!
Um deiner selbst willen.

Sonst kann nicht Weihnachten werden
in dir.

Andrea Wilke

Evangelium vom dritten Adventssonntag (Lukas 3,10-18)

In jener Zeit fragten die Leute Johannes den Täufer: Was sollen wir also tun? Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso. Es kamen auch Zöllner zu ihm, um sich taufen zu lassen, und fragten: Meister, was sollen wir tun? Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr als festgesetzt ist. Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tun? Und er sagte zu ihnen: Misshandelt niemand, erpresst niemand, begnügt euch mit eurem Sold!
Das Volk war voll Erwartung, und alle überlegten im Stillen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.
Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt.

24.12.2012

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