Nach 40 Jahren nur bescheidene Fortschritte

Katholische Frauengemeinschaft: Forderungen der Würzburger Synode sind Richtschnur für den aktuellen Dialogprozess

Logo der Katholischen Frauengemeinschaft DeutschlandsZum 40. Jahrestag des Beginns der Würzburger Synode am 3. Januar 2011 fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die damals erzielten Richtungsentscheidungen offensiv weiterzuverfolgen. "Viele der 1971 bereits gestellten Fragen sind immer noch nicht beantwortet. So hat die Synode ein eindeutiges Votum für die Zulassung von Frauen zum Diakonat abgegeben. Getan hat sich trotz aller Gespräche diesbezüglich bis heute nichts", kritisiert Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der kfd.

Auch der Umgang mit Geschiedenen und unterschiedlichen Lebensformen sowie das Verhältnis von Laien und Priestern gehören zu den nach wie vor ungeklärten Themen. Doch gerade an diesen entzünden sich zunehmend heftige Diskussionen. "Es ist an der Zeit, den bei der Synode eingeschlagenen Weg im Sinne einer ehrlichen Erneuerung unserer Kirche weiterzugehen. Der von den deutschen Bischöfen eingeleitete Dialogprozess bietet uns die Chance, kritische Themen offen zu diskutieren und zu einer für alle tragbaren Lösung zu führen", so Opladen weiter.

Die kfd bewegt sich dabei auf den Spuren ihrer ehemaligen Präsidentin Marianne Dirks (1913-1993). Sie gehörte zu den wenigen Frauen, die an der Würzburger Synode mitwirkten. Diese war von der Deutschen Bischofskonferenz einberufen worden, um die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils zu beraten und umzusetzen. Marianne Dirks setzte sich insbesondere für konkrete Perspektiven von Frauen in der katholischen Kirche ein. Bis heute bleiben sowohl das Kirchenrecht als auch die Lehrmeinung weit hinter dem zurück, worauf die Frauen zu Zeiten der Synode hofften. Der erwartete Durchbruch steht nach wie vor aus.

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 600.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter www.kfd.de.


Quelle: Pressemitteilung der kfd. Für den Inhalt ist der Absender verantwortlich.



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